Dienstag, 18. April 2017

App-Plattform Teil 2: Augmented Reality (AR)

Ich habe mich dazu entschieden, den Erklärungsteil für Augmented Reality (AR) wegzulassen, denn AR ist echt eine komplexe Geschichte. Ich glaube, ich würde mehr Verwirrung schaffen, als tatsächlichen Nutzen. 

Ich zeige lieber mal, was wir mit unserer Plattform im Rahmen von Augmented Reality tun.

Ortsbasierte Augmented Reality:

AR-Kompass:
Die Aufgabe des AR-Kompass ist es, dem Nutzer auf eine coole Art die Richtung zu weisen. Anstatt eines Richtungspfeils nutzt man interessante Animationen, die sich in Richtung des Ziels bewegen.
Ich habe zwei Beispiele vorbereitet:

Das Pinguin-Navi ist ein wunderbares aber sehr aufwendiges Beispiel, wie man auf eine etwas verstecktes Aquarium hinweisen kann. Leider stammt dieses Beispiel nicht aus unserem Hause.




Das zweite Beispiel stammt von einer App, die wir für das ZKM in Karlsruhe entwickelt haben. Ein fließender Teppich aus Nullen und Einsen weist dem Besucher den Weg ins Museum. Der Teppich ist eine sich immer wiederholende zweidimensionale Animation. Der Aufwand hierfür ist nicht sehr groß. Man braucht nur einen Grafiker, der die Animation erstellt.






Wir haben eine kleine Demo-App zum Testen erstellt (leider nur iOS):

Nach dem Download ggf. in den Geräteeinstellungen unter Allgemein bei der Geräteverwaltung mCRUMBS das Vertrauen aussprechen!


AR-Sphäre:
Bei der AR-Sphäre wird um den Nutzer herum ein Raum aufgebaut, in dem er sich um die eigene Achse drehen kann. Die einzelnen Elemente im Raum können interaktiv gestaltet werden, um weitere Informationen oder Medien aufzurufen.



Mit der AR-Sphäre lassen sich übrigens auch kleine Spiele à la Pokémon Go erstellen.

Wir haben eine kleine Demo-App zum Testen erstellt (leider nur iOS):

Nach dem Download ggf. in den Geräteeinstellungen unter Allgemein bei der Geräteverwaltung mCRUMBS das Vertrauen aussprechen!


AR-Points-of-Interest:
Mit unserer Plattform unterstützen wir drei Arten der Anzeige von Orten. Klassisch sind die Karte und die Liste. Zusätzlich nutzen wir auch noch die Kameraansicht und zeigen dem Nutzer die Orte, die sich um ihn herum befinden.
Man kann die einzelnen Orte anklicken und darüber zusätzliche Informationen abrufen.

Die Screenshots stammen aus Apps die wir für die Stadt Basel und das Sziget Musikfestival in Budapest erstellt haben.






Wir haben eine kleine Demo-App zum Testen erstellt (leider nur iOS):

Nach dem Download ggf. in den Geräteeinstellungen unter Allgemein bei der Geräteverwaltung mCRUMBS das Vertrauen aussprechen!

Jetzt muss ich aber noch ein paar Warnungen loswerden!
Die Genauigkeit der Ortung des Nutzers steht in Abhängigkeit von den Ortungssensoren der Smartphones (GPS, WLAN und Bluetooth). Innerhalb von Gebäuden ist die Ortung deutlich ungenauer als außerhalb. Im Außenbereich können wir mit einer Genauigkeit von 10 Metern rechnen, innerhalb von Gebäuden können es auch schon einmal 50 bis 100 Meter sein. Außerdem werden bei der Ortung mit Smartphones nicht ähnlich viele Satelliten verwendet, wie bei den Navigationsgeräten. Das GPS benötigt eine freie Sicht. Wenn von drei oder vier Satelliten schon zwei verdeckt sind, kann die Ortung nicht mehr akkurat durchgeführt werden.
Das deutlich größere Problem liegt allerdings bei den beiden Richtungssensoren Kompass und Gyroskop (Kreiselkompass). Beide Sensoren sind sehr ungenau, vor allem innerhalb von Gebäuden. Sie reagieren auf Magnetismus und Elektrizität und lassen sich von Metall ablenken. Eine Abweichung von 180° ist durchaus möglich. Gerade bei der ortsbasierten Augmented Reality sollte man sich also genau überlegen, wie die Einsatzmöglichkeiten sind.
Eine Navigation z.B. in einem Museum ist über die ortsbasierte Augmented Reality eigentlich nicht möglich.


Erkennung durch Augmented Reality:

Buch-Scanner:
Augmented Reality besteht aus zwei Teilen, der Erkennung und der Anzeige. Bei unserer Buch-Scanner-Demo wurde ausschließlich die Erkennung genutzt, um die Inhalte des Buchs zu erweitern. Im Prinzip funktioniert dieser Scanner wie ein QR-Code-Scanner, nur ohne QR-Codes.
Im Buch wird auf die Existenz der App hingewiesen und die Möglichkeit zum Download dargestellt. Außerdem wird beschrieben, woran man die Bilder, die gescannt werden können, erkennt.
In unserem Beispiel-Fall sind die jeweiligen Bilder am unteren Rand verpixelt.
Scannt man eins der markierten Bilder, werden die jeweils hinterlegten Medieninhalte aufgerufen. Das können Webseiten, Videos oder auch Audio-Dateien sein.






Wir haben eine kleine Demo-App zum Testen erstellt (leider nur iOS):

Die Vorlage für diese App kann hier heruntergeladen werden:

Nach dem Download ggf. in den Geräteeinstellungen unter Allgemein bei der Geräteverwaltung mCRUMBS das Vertrauen aussprechen!


Plakat-Scanner:
Beim Plakat-Scanner werden nicht nur Bilder erkannt, sie werden im live im Kamerabild des Smartphones erweitert. Die Bilder fungieren als eine Art Marker, an die wir Medieninhalte ankleben können. So erscheint es für den Nutzer, als wenn die reale Welt mit digitalen Inhalten verknüpft wird.

Das folgende Beispiel zeigt die Verwendung des Plakat-Scanners für den Veranstaltungskalender eines Theaters:




Und in der Machdeburg-App ist auch ein Plakat-Scanner integriert:




Wir haben eine kleine Demo-App zum Testen erstellt (leider nur iOS):

Die Vorlage für diese App kann hier heruntergeladen werden:

http://arposter.mcrumbs.com/Vorlagen.pdf

Nach dem Download ggf. in den Geräteeinstellungen unter Allgemein bei der Geräteverwaltung mCRUMBS das Vertrauen aussprechen!


Neben Bildern können auch Gegenstände erkannt werden. Allerdings ist der Aufwand dafür weitaus größer und die Bedingungen, unter denen diese Erkennung gut funktioniert, sind sehr eingeschränkt.

Das folgende Beispiel zeigt, wie wir für die Timetraveler App Gebäude, Strassen und Plätze erkennbar gemacht haben.




Und bei diesem Beispiel haben wir einen Fahrzeug-Scanner gebaut, bei der das Auto erkannt wurde:





Manchmal kann man aber auch mit einer viel einfacheren Methode interessante Erlebnisse schaffen. Wir nennen Fake-Augmented Reality, Schummel-AR. Eigentlich legen wir nur ein Bild in Kameraansicht und der Nutzer muss sich selbst ausrichten. Um den Effekt zu verstärken, blenden wir das Bild über Transparenzen ein und aus.






Wir haben eine kleine Demo-App zum Testen erstellt (leider nur iOS):

Nach dem Download ggf. in den Geräteeinstellungen unter Allgemein bei der Geräteverwaltung mCRUMBS das Vertrauen aussprechen!


Promi-Foto

Ganz zum Schluss noch ein kleines AR-Gimmick, das Promi-Foto.

Beim Promi-Foto wird das geschossene Foto um zusätzliche Inhalte erweitert. 

Die beiden Bilder zeigen, wie es funktioniert:




Das Bild mit dem Polizisten ist tatsächlich im Hauseingang des Hauses aufgenommen worden, in dem unsere Kanzlerin wohnt.



Wir haben eine kleine Demo-App zum Testen erstellt (leider nur iOS):


Nach dem Download ggf. in den Geräteeinstellungen unter Allgemein bei der Geräteverwaltung mCRUMBS das Vertrauen aussprechen!


Wie gesagt, ich wollte hier nur einmal darstellen, was wir mit unserer Plattform unter Verwendung von Augmented Reality alles tun können.

Es geht schon eine ganze Menge, aber nicht alles macht Sinn. Man muss sich jede Aufgabe einzeln ansehen und dann die beste Variante wählen.

Dienstag, 11. April 2017

App-Plattform Teil 1: Wikipedia und Google Places

Eine App besteht natürlich zunächst erst einmal aus der technischen Umsetzung. Doch ohne Inhalte kann sie nicht leben. Und der Aufwand zur Erstellung von Inhalten ist nicht zu unterschätzen. Er kann größer sein, als der Aufwand zur technischen Umsetzung der App.

Was wäre aber, wenn menschortweb nicht nur die App erstellen, sondern gleich die Inhalte mitliefern würde?

Wenn ich in einem Hotel in einer fremden Stadt bin, was ziemlich häufig vorkommt, dann habe ich fast immer die gleichen Grundbedürfnisse: Wo bekomme ich etwas zu Essen her? Wo ist ein Supermarkt? Wo ist der nächste Geldautomat?
Ich rufe normalerweise auf meinem Smartphone Google Maps auf und schaue, was ich dort finde.

Wenn ich in einem Gespräch oder beim Fernsehen etwas höre oder sehe, das mich interessiert und zu dem ich mehr wissen will, rufe ich Wikipedia auf meinem Smartphone (oder Tablet beim Fernsehen) auf.

Das sind zwei Informationsquellen, die sicherlich nicht perfekt sind, aber bisher immer gute Dienste geleistet haben.

Stellt Euch eine App vor, die mir diese Informationen passend zu meiner aktuellen Position sofort und schön übersichtlich mit Kategorien zur Verfügung stellt.

Wir bieten unseren Kunden die Einbindung der beiden Informationsquellen an, wobei unsere Kunden selbständig die Inhalte erweitern oder sogar ersetzen können.

Schauen wir uns ein paar Beispiele an:

Die kleine Stadt, die natürlich auch etwas zu bieten hat, aber nicht das Personal hat, um die Inhalte für eine eigene App aufzubereiten und laufend zu pflegen. Mit Wikipedia und Google Places kann sehr schnell und sehr günstig eine schicke App erstellt werden. Stück für Stück kann die App z.B. um Events und andere Informationen erweitert werden.

Wenn ich ein Museum besuche, dann werde ich nicht von zuhause zum Eingang des Museums gebeamt und wieder zurück. Es gibt einen Weg hin und einen Weg weg vom Museum. Und auch auf diesen Wegen kann das Museum den Besucher mit nützlichen Informationen begleiten.

Das Hotel kann es über so eine App dem Gast leicht machen, die Informationen zu erhalten, die er eh sucht.

Ich spreche hier nicht von einer immer und ewig Lösung. Es geht darum, erste Schritte zu machen und dabei nicht zu viel Geld auszugeben oder Personal zu binden. Mit solchen Lösungen kann man lernen, wie Apps funktionieren und wie Nutzer mit ihnen umgehen.

Hier ein Beispiel für ein Hotel:








menschortweb - mit neuem Schwung



Es geht wieder los

Einigen ist aufgefallen, dass ich in den vergangenen Monaten etwas ruhiger gewesen bin. Ich brauchte etwas Zeit, um die Dinge neu zu ordnen.

Wir sind 2016 bewusst den Weg der technischen Entwicklung einer App-Plattform gegangen. Diese App-Plattform ist unfassbar gut geworden. Meine eigenen Erwartungen haben wir übertroffen. Das Ergebnis konnten wir aber auch nur erzielen, weil die richtigen Menschen zu einem Team zusammengekommen sind.

Wir mussten dann aber feststellen, dass es sehr schwierig ist, die Kapazitäten unserer Plattform zu kommunizieren. Es wäre wahrscheinlich einfacher zu erklären gewesen, was die Plattform nicht kann, als die gesamten Vorzüge und Funktionen aufzuzählen. Wir haben da schon so eine kleine "Eierlegende Wollmilchsau" entwickelt. Nur, die lässt sich eben schlecht verkaufen.

Deshalb haben wir uns zurückgezogen und darüber nachgedacht, wie wir mit unserem technischen Baukasten gut zu verstehende Produkte erstellen können.

Gleichzeitig galt es, menschortweb neu zu definieren. Ich wandle gerade menschortweb in die menschortweb GmbH um. Sie soll zukünftig für all unsere Leistungen als technischer Dienstleister zur Verfügung stehen.

Natürlich haben wir in der Zwischenzeit auch Projekte umgesetzt, von der App der Nordkirche z.B. habe ich ja schon berichtet. Gerade beginnen einige neue Projekte.

Ich möchte in den kommenden Wochen Stück für Stück einen Einblick in unsere Produkte und Leistungen geben. Ich werde dabei ganz bewusst nur kleine Anwendungsbeispiele präsentieren. Ich ziele auf die Menschen ab, die ein erstes App-Projekt anstreben. Denn ich habe in meinen Projekten die Erfahrung gemacht, dass es nicht von Vorteil ist, wenn das erste Projekt gleich ein sehr komplexes Projekt ist. Es ist am Anfang gut, wenn man mit dem Projekt lernt und sich entwickelt. Unser Baukasten ist so konstruiert, dass ein Projekt jederzeit um zusätzliche Funktionen erweitert werden kann. Ein kleiner Anfang bedeutet also nicht, dass man das Ergebnis danach wegschmeißt und ein neues, größeres Projekt beginnt, sondern, dass man das bestehende Projekt beliebig auf neue und neu gelernte Anforderungen anpasst.

Vielleicht noch zwei, drei grundlegende Dinge:
Alle unsere Apps werden zunächst ohne Inhalte zum Download bereitgestellt. Nach dem Öffnen der App werden zunächst alle Daten geladen und dann alle Medien. Danach stehen die Inhalte auch ohne Internetverbindung immer zur Verfügung. Warum sind die Inhalte noch nicht beim Download enthalten? Weil wir für jedes Gerät nur die passenden Medieninhalte auf das Gerät spielen. Das verringert das Datenvolumen erheblich und sorgt dafür, dass die Medien optimal auf dem jeweiligen Gerät angezeigt werden können. Das coole daran ist, dass sich unsere Plattform um die Konvertierung der Medien kümmert. Im Prinzip lädt man ein hochaufgelöstes Bild oder Video auf unserer Plattform hoch und die Plattform kümmert sich um die Konvertierung für die unterschiedlichen Gerätetypen.

Die Verfügbarkeit der Inhalte auch ohne Internetverbindung hat zwei Gründe. Auf der einen Seite gibt es immer noch Probleme mit der Netzabdeckung und der zur Verfügung stehenden Bandbreite. Auf der anderen Seite sind Internetabfragen niemals so schnell, wie eine Abfrage auf Daten, die schon auf dem Gerät gespeichert sind. Es geht um die Performance!

Wir arbeiten mit Channels. Channels sind Inhaltspakete, die einzeln geladen werden können. Nehmen wir das Beispiel eines Museums. Das Museum hat Dauerausstellungen aber auch vorübergehende Ausstellungen. Die vorübergehenden Ausstellungen werden als einzelne Channels angelegt und können vom Nutzer selbständig geladen werden, aber z.B. auch automatisch zu einem bestimmten Zeitpunkt oder sogar an einem bestimmten Ort. Und diese Channels können auch wieder manuell oder automatisch gelöscht werden.

Der nächste Blog-Beitrag wird sich mit der Verwendung von Wikipedia und Google Places-Daten auseinandersetzen. Ein schöner Weg, um schnell zu einer App zu kommen, ohne viel Zeit in die Entwicklung von Inhalten stecken zu müssen.